Allgemeine Geschäftsbedingungen
Stand: Mai 2026
§1 Geltungsbereich & Anbieter
Diese AGB regeln die Nutzung der Software „Mahner" (im Folgenden „Dienst"), angeboten von Michelle Schwarz, SmartBiz Tools, Friedrichstraße 155, 10117 Berlin (im Folgenden „Anbieter"). Der Dienst richtet sich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB.
§2 Vertragsgegenstand & Tarifumfang
Mahner ist eine SaaS-Lösung zur Erstellung, Verwaltung und zum Versand von Zahlungserinnerungen und Mahnschreiben. Die Vorlagen orientieren sich an den deutschen Verzugsregeln (BGB §§ 286, 288). Der Funktionsumfang richtet sich nach dem gewählten Tarif:
- Kostenlos: bis zu 3 offene Rechnungen, ausschließlich Mahnstufe 1, manueller Versand.
- Mahner Pro (29 €/Monat): unbegrenzte Rechnungen, alle 3 Mahnstufen, KI-Mahnentwürfe, Automat-Modus (Entwurfserstellung), E-Mail-Versand aus der App, PDF-Export und Prioritäts-Support.
Der Dienst ersetzt keine Rechtsberatung. Inhaltliche Verantwortung für Forderungen, Beträge und Empfängerdaten trägt der Nutzer.
§3 Preise, Zahlung & Probephase
Die jeweils gültigen Preise sind unter /preise einsehbar. Bezahlpläne können mit einer 14-tägigen kostenlosen Testphase gestartet werden; während der Testphase fällt kein Entgelt an. Nach Ablauf wird das gewählte Abo automatisch kostenpflichtig fortgesetzt, sofern es nicht vorher gekündigt wird. Die Abrechnung erfolgt monatlich oder jährlich im Voraus.
Zahlungsabwicklung: Die Bezahlung wird über den Zahlungsdienstleister Stripe Payments Europe Ltd. abgewickelt. Mit Abschluss eines Bezahlplans stimmt der Nutzer der Weitergabe der hierfür erforderlichen Daten (Name, E-Mail, Zahlungsmittel) an Stripe zu. Mahner speichert selbst keine vollständigen Zahlungsdaten.
§4 Automatischer Versand & Nutzerverantwortung
Im sogenannten „Automat-Modus" werden Mahnstufen anhand der vom Nutzer angegebenen Fälligkeit zeitgesteuert ausgelöst (Stufe 1 nach 7 Tagen, Stufe 2 nach 21 Tagen, Stufe 3 nach 35 Tagen Überfälligkeit). Der Versand erfolgt im Namen und unter der Absenderadresse des Nutzers per E-Mail oder als Vorlage zum Druck.
Der Nutzer ist verpflichtet, vor Aktivierung des Automat-Modus zu prüfen, dass die hinterlegten Rechnungs- und Schuldnerdaten korrekt sind, die Forderung tatsächlich fällig und unbestritten ist und keine Stundung oder Zahlung erfolgt ist. Der Anbieter haftet nicht für Folgen unrichtiger oder nicht aktualisierter Eingaben.
§5 E-Mail-Versand
Mahn- und Erinnerungs-E-Mails werden über einen technischen Versanddienstleister (Auftragsverarbeiter, siehe Datenschutzerklärung) übermittelt. Der Anbieter gewährleistet keine Zustellung, sofern diese durch Spamfilter, fehlerhafte Empfängeradressen oder Netzwerkstörungen verhindert wird.
§6 Keine Rechtsberatung, keine Forderungseinziehung
Mahner ist ein Software-Werkzeug für Unternehmen, die eigene Forderungen selbst verwalten. Die App erstellt Entwürfe und Vorlagen, die sich an allgemeinen gesetzlichen Regeln zum Zahlungsverzug orientieren. Der Nutzer prüft Inhalt, Zeitpunkt und Versand jedes Schreibens selbst und tritt gegenüber dem Empfänger ausschließlich im eigenen Namen auf.
Der Anbieter erbringt keine Rechtsdienstleistungen im Sinne des RDG, insbesondere keine Rechtsberatung und keine Inkassodienstleistungen nach § 10 RDG. Forderungen werden weder angekauft noch im eigenen Namen eingezogen. Eine Prüfung der Rechtmäßigkeit oder Durchsetzbarkeit einzelner Forderungen findet nicht statt.
§7 Laufzeit & Kündigung
Monatsabos sind monatlich, Jahresabos jährlich kündbar – jeweils zum Ende der laufenden Abrechnungsperiode. Nach Beendigung eines Bezahlplans wird der Account in einen schreibgeschützten Free-Modus überführt: bestehende Daten bleiben einsehbar, neue Mahnungen und Automat-Versand sind deaktiviert.
§8 Haftung
Mahner ist ein technisches Werkzeug. Eine individuelle Rechtsberatung wird nicht erbracht. Für Inhalte der erstellten Schreiben, die Berechtigung der Forderung sowie die Einhaltung etwaiger AGB des Nutzers gegenüber seinen Kunden ist der Nutzer verantwortlich. Die Haftung des Anbieters ist auf Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit beschränkt; ausgenommen sind Schäden aus Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit sowie Ansprüche nach dem Produkthaftungsgesetz.
§9 Schlussbestimmungen
Es gilt deutsches Recht. Gerichtsstand ist – soweit gesetzlich zulässig – Berlin. Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.